
Yakira, causalité
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Die Reichweite des Kausalitätsprinzips wird somit erheblich ausgeweitet und wird zur Hauptform der Beziehung zwischen den Dingen:
„Eine Gemeinschaft mit anderen Dingen haben, heißt, von anderen Dingen hervorgebracht zu werden oder andere Dinge hervorzubringen.“
(TI E, §40,Anm.)
Doch das ist noch nicht alles. Nicht nur determiniert die Ursache eine Sache zum Existieren, sondern auch umgekehrt: was ein Ding, insofern es Ursache ist, bewirkt, determiniert seine individuelle „Identität“.
E2Def7
Unter Einzeldingen verstehe ich Dinge, die endlich sind und eine bestimmte Existenz haben. Wenn mehrere Individuen so zu einer einzigen Handlung sich zusammenfinden, daß sie alle zusammen die Ursache einer einzigen Wirkung sind, sehe ich sie in diesem Maße alle als ein einziges Einzelding an.
Selbst die göttliche Natur wird im Rahmen der Kausalität verstanden. Spinoza beginnt ja auch die „Ethik“ mit der „causa sui“.
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Hier beginnt er sich dann aber auch von Descartes zu unterscheiden.
Spinoza – so Yakira – akzeptiert nur die mechanische Interpretation der Kausalität und versucht sie allgemein anzuwenden, wodurch er den konzeptuellen Rahmen Descartes sprengt.
Trotz seiner Vereinheitlichung der Kausalität unterscheidet Descartes die göttliche von der natürlichen Kausalität, wobei die göttliche Kausalität im Wesentlichen unerkennbar sei.
Die Dualität weist Spinoza selbstverständlich zurück. Spinoza unterscheidet nicht göttliche und natürliche Kausalität, sondern veschiedene Operationsweisen der Kausalität: eine Sache kann entweder Ursache ihrer selbst sein oder von einer anderen Sache hervorgebracht warden – immanente Ursachen, transitive Ursachen, die entweder fähig sind von innen, oder von außen zu wirken. Der Term „Ursache“ ist aber immer eindeutig. Gott allein, d.h. die ganze Natur, das ganze Sein ist causa sui. Alle anderen endlichen Dinge sind verursacht und dazu bestimmt, durch andere Dinge zu sein und zu wirken.