hans' journal Below are the 10 most recent journal entries recorded in the "hans68" journal:

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September 11., 2011
08:23 pm

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Judith Butler on Violence, mourning, politics
"[T]he extensive reporting of the final moments of the lost lives in the World Trade Center are compelling and important stories. They fascinate, and they produce an intense identification by arousing feelings of fear and sorrow. One cannot help but wonder, however, what humanizing effect these narratives have. By this I do not mean simply that they humanize the lives that were lost along with those that narrowly escaped, but that they stage the scene and provide the narrative means by which >the human< in its grievability is established. We cannot find in the public media (...) the narratives of Arab lives killed elsewhere by brutal means. In this sense we have to ask about the conditions under which a grievable live is established and maintained, and through what logic of exclusion, what practice of effacement and denominalization."
"I am in favor of the public obituary but mindful of who has access to it, and which deaths can be fairly mourned there. We should surely continue to grieve for Daniel Pearl, even though he is much more easily humanized for United States citizens than the nameless Afghans obliterated by Unites States and European violence. But we have to consider how the norm governing who will be a grievable human is circumsribed and produced in these acts of permissible and celebrated public grieving, how they sometimes operated in tandem with a prohibition on the public grieving of others' lives, and how this differential allocation of grief serves the derealizing aims of military violence." (Precarious Life, 37f)

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März 1., 2011
04:22 pm

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yoyū

"Fragt man japanische Angestellte, wie sie den Stress in der morgentlichen Kampfzone U-Bahn aushalten, enthalten die Antworten häufig das Wort yoyū. Der Begriff liesse sich im Deutschen ungefähr mit >>innerer Freiraum<< oder >>Entspannung<< wiedergeben. Im Erleben des inneren Raumes entsteht die Kapazität, die tägliche Enge hinzunehmen und darin seinen Platz zu behaupten." (Daniela Tan, NZZ,1.3.2011)

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Februar 20., 2011
06:16 pm

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"Niemand will nun mehr wissen, dass der Westen mit seiner Unterstützung der Mubaraks und Ben Alis Gesellschaften in die Arme der Islamisten getrieben hat, vor denen manche sich nun fürchten. Kaum jemand will wahrhaben, dass die Islamdebatte und die permanente Ethnologisierung von Fragestellungen der letzten Jahre blinde Ängste geschürt und einen unvoreingenommenen Blick auf die Region unmöglich gemacht haben. Nur so ist die heutige Überraschung in Europa und den USA darüber zu erklären, dass in Nordafrika Menschen leben, die nicht verblendete Ideologen oder Israelhasser sind, sondern vor allem in Freiheit und Wohlstand leben wollen.

Niemand will noch wissen, dass die sozialen Missstände, Vetternwirtschaft und Korruption in arabischen Ländern durch den Westen gefördert und ermöglicht worden sind. Niemand will den Menschen auf den Strassen sagen, dass das freiheitliche Europa oder die freiheitlichen USA lange Freiheit der anderen nicht zuliessen unter Verkennung der Tatsache, dass die Aufklärung nie Freiheit des einen zulasten der Freiheit von anderen zugelassen hätte. Oder möchte jemand wissen, dass der verquere westliche Blick
auf die Region ein Teil des Problems wurde, dass die wahren Verhältnisse falsch beurteilt statt vorurteilslos erkannt wurden? Die Tatsache, dass der Westen noch bis zuletzt mit den Diktatoren taktierte, statt die Bevölkerung zu unterstützen, ist Ausdruck einer Arroganz, gegen die sich immer mehr Aggression angestaut hat.

Erstmals könnten die Gesellschaften der Region ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, was für Israel die Garantie für Sicherheit und vielleicht sogar einen wirklichen Frieden bedeuten könnte.

Niemand hätte in der Vergangenheit vergessen dürfen, dass Gewaltenteilung oder die Trennung von Staat und Religion, freie Wahlen und eine freie Bürgerschaft als Souverän die drohende Anarchie oder Bürgerkriege abwenden können. Wir sollten anerkennen, dass diese Freiheitsbewegungen vor allem durch sehnsüchtige Jugendliche und unterdrückte Frauen möglich wurden, die im Sinne von Kants aufklärerischer Losung handelten: «Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.» Wir sollten nicht vergessen, wie Albert Camus in «L'Homme révolté» die Verteidigung der Freiheit aufgrund seiner Kenntnis des kolonialisierten Algerien formulierte. Wir sollten uns erinnern, dass der Orient lange vor dem Okzident in die Moderne eintrat, dass der heutige Rückstand keine religiösen, ethnischen oder kulturellen Ursachen hat, wie Historiker Dan Diner im Essay «Versiegelte Zeiten» ausführt, sondern dass ein Grundproblem in der Durchdringung des Sakralen mit der Politik und der Gesellschaft liegt."

Yves Kugelmann in der NZZ am Sonntag, E-Paper, S.21


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Dezember 28., 2010
06:12 pm

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"(V)ictory is an illusion ..., the struggle will be endless, ... to continue it, aware of this, is the only way to acknowledge the immense gift of life! ... Our parents might have said the future was what we were strugglinging for. Not us. We were fighting to remain ourselves."

John Berger, From A to X

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Dezember 19., 2010
08:03 pm

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"The ephemeral is not the opposite of the eternal. The opposite of the eternal is the forgotten. Some pretend that the forgotten and the eternal are, when it comes down to it, the same thing. And they're wrong.
Others say the eternal needs us, and they are right. The eternal needs you in your cell and me here writing to you and sending you pistachio nuts and chocolate.
Tell me about your foot. I need to know."
                                                                               John Berger, From A to X

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Dezember 17., 2010
09:40 pm

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"The universe resembles a brain, not a machine. Life is a story being told now. The first reality is story." 

                                   John Berger, From A to X

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Juni 29., 2010
10:11 pm

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Donnerstag Arigona-Demo!


GENUG IST GENUG

Arigona Zogaj und ihre Familie sollen bleiben!
Für eine menschenwürdige Asylpolitik!

Großdemonstration: Donnerstag, 1. Juli 2010, 18.30 Uhr, Heldenplatz

Die Familie Zogaj wurde zum Symbol für das Elend der österreichischen Asyl- und Einwanderungspolitik - und für deren Erbarmungslosigkeit. Mit dem Befehl zur „unverzüglichen Ausreise" krönen das Innenministerium und die Behörden ihr menschenverachtendes Vorgehen in diesem Fall.

Seit Jahren schon wird diese Familie politisch zerstört. Und die Zogajs sind kein Einzelfall. Seit Jahren schon werden viele andere Familien aus ihrem längst vertrauten Umfeld herausgerissen. Kinder dürfen die Schule nicht fertig machen. Fußballer werden vom Training weg in Schubhaft genommen. Familien bei Nacht und Nebel aus den Betten geholt, damit ihre Nachbarn und Nachbarinnen es nicht rechtzeitig bemerken. Wir fragen: Wie daneben ist das denn?

Und wir sagen: Genug ist genug.

Deshalb demonstrieren wir für ein

Sofortiges humanitäres Bleiberecht für die Familie Zogaj!

Für eine menschenwürdige Asylpolitik und ein humanitäres Fremdenrecht!

Donnerstag, 1. Juli 2010, 19 Uhr, Heldenplatz

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Juni 17., 2010
09:29 pm

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Luxemburg 04/2010


Inhalt

Alex Demirović: Jenseits von Gut und Böse

Sebastian Dullien, Hansjörg Herr

und Christian Kellermann: Guter Kapitalismus?
Sabine Nuss: Gebrauchsanleitungs-Kapitalismus
Bernd Röttger: Gute Arbeit. Eine gewerkschaftliche Alternativstrategie?
Klaus Priegnitz und Birgit Stahl: Der gute Unternehmer. »Soziale Verantwortung« als Rückkehr des Sozialpaternalismus?
Thomas Gebauer: Vollständiges Wohlbefinden. Das Streben nach Gesundheit zwischen Emanzipation und Unmündigkeit

Christina Gräwe: Amazons in Fashion. Im Gedenken an Christoph Krämer


Buen vivir

Ana María Larrea: »Buen Vivir« als gegenhegemonialer Prozess

Filomena Nina Huarcacho: Suma Qamaña: Gutes Leben und gutes Zusammenleben

Sozialismus

Rainer Land: Moderner Sozialismus als Evolutionstheorie
Michael Brie und Dieter Klein: Sozialistische Kapitalverwertungsmaschine?
Beat Ringger: Sozialismus als Anmaßung

Perspektiven

Klaus Weber: Kurt Eisner – Revolutionär des Alltags
Petar Atanaković: »Praxis mit kritischer Selbstreflexion«. Gespräch über die Linke in Serbien
Éric Toussaint: Eine fünfte Internationale?

Das Falsche

Jan Rehmann und Thomas Wagner: Einführung in die Sloterdijk-Debatte
Peter Porsch: Vox Populi. Ein Theater und seine Sprache

Anhalten des Falschen

Eva Illouz und Falk Richter: Über Wut
Lars Distelhorst: Von Angesicht zu Angesicht
Wolfgang Fritz Haug: Mimesis der Praxislosigkeit

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April 24., 2010
10:23 am

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DFW "This is water"
David Foster Wallace, American writer. In a speech he reflects on the difficulties of daily life and 'making it to 30, or maybe 50, without wanting to shoot yourself in the head'

"The really important kind of freedom involves attention, and awareness, and discipline, and effort, and being able truly to care about other people and to sacrifice for them, over and over, in myriad petty little unsexy ways, every day. That is real freedom. The alternative is unconsciousness, the default setting, the "rat race" - the constant gnawing sense of having had and lost some infinite thing."

http://www.guardian.co.uk/books/2008/sep/20/fiction

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März 30., 2010
07:46 pm

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David Foster Wallace, Forever Overhead
"So which is the lie? Hard or soft? Silence or time?
The lie is that it's one or the other. A still, floating bee is moving faster than it can think. From overhead the sweetness drives it crazy.
The board will nod and you will go, and eyes of skin can cross blind into a cloud-botched sky, punctured light emptying behind sharp stone that is forever. That is forever. Step into the skin and disappear.
Hello."

Für immer ganz oben

"Was also stimmt denn jetzt und was nicht? Ist es hart oder weich? Die Stille oder die Zeit?
Was vor allem nicht stimmt, ist das Entweder-oder. Eine Biene, die still auf der Stelle schwebt, bewegt sich schneller, als sie denken kann. Von oben macht sie das Süße ganz verrückt.
Das Sprungbrett wird nicken, und dann schießt du in die Luft, und schwarze Augen aus Haut schielen blind in den wolkenscheckigen Himmel, wo nadelspitze Lichtpfeile hinter schroffem Fels versiegen, denn der ist für ewig. Denn der ist für ewig. Tritt auf die Haut und verschwinde.
Hallo."

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